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Sonntag, 22. Januar 2017

Kuscheliger Schlafanzug in Lieblingsfarbe

Fräulein Smilla ist ein ganz typisches nicht mehr ganz Kleinkind, das die halbe Nacht AUF statt UNTER der Decke liegt. Weil sie zusätzlich eine kleine Frostbeule ist, trägt sie im Winter ausschliesslich Schlafanzüge aus Nickiplüsch. Momentan hat sie aber nur noch drei geerbte Anzüge vom grossen Bruder im Schrank. Die Bagger, Feuerwehrautos und grauen Streifen gefallen unserem Prinzesschen allerdings nur bedingt.

So hat sie sich ganz dringend einen roten Schlafanzug gewünscht. Denn: "Rot ist meine Lieblingsfarbe!" Glücklicherweise ist das für mich kein Problem, ich habe den riiiiiiiesigen Nickifundus meiner Mutter geerbt, den sie vor bestimmt bald 30 Jahren von einer alten Stofffabrik ergattern konnte. Davon habe ich immer noch wirklich grosse, meist komplett fehlerfreie Stücke.



So ganz uni rot wollte ich den Schlafanzug aber nicht lassen. Deshalb habe ich einen selbstentworfenen Teddy auf das Oberteil appliziert. Als meine kleine Maus diesen Teddy gesehen hat, wollte sie ihm gleich alle Geburtstagsgeschenke zeigen. Das habe ich davon, dass ich allen Gestalten im Umfeld meiner Kinder immer Leben einhauche... ;-)


Bei der Schnittwahl habe ich mich schon wieder für Klimperklein entschieden. Durch das Probenähen für das Babyleicht Buch und andere Schnitte, habe ich viele klimperklein'sche Schnitte stets zur Hand, muss keine Schnittmusterhefte durchforsten und auch nichts Neues abpausen. Zudem sind die tollen Schnitte von Pauline einfach perfekt in Passform und entsprechen genau dem Stil an Kinderkleidung, den ich mir für meine Kinder wünsche.

Das Schlafanzugoberteil ist der Raglanbabypulli aus dem Buch Nähen mit Jersey – Kinderleicht!, die passende Hose ist die Hose mit Bündchen aus dem Buch Nähen mit Jersey – Babyleicht!. Bei beiden Teilen habe ich kuschelige (Mitwachs-)Bündchen angenäht. So bleibt alles an seinem Platz und lässt keine kalte Luft an Bauch, Arme und Beine.


Der Schlafanzug aus dem Baumwollnicki sieht so kuschelig aus, dass ich am liebsten selbst reinschlüpfen möchte. Leider passt er mir nicht... Fräulein Smilla mag ihn aber gar nicht mehr ausziehen. Nun hoffe ich, dass sie im Frühjahr und Sommer nicht allzu fest in die Höhe wächst, damit ihr das Pischi auch im nächsten Winter noch passt.

Leider lassen es die winterlichen Lichtverhältnisse und Temperaturen nicht zu wirklich gute Bilder vom Model zu machen. Ich hoffe, dass ihr euch trotzdem ein wenig mit meinem Mäuschen freut!




Schnitte: Hose mit Bündchen aus Nähen mit Jersey – Babyleicht! und Raglanpulli aus Nähen mit Jersey – Kinderleicht! von Pauline Dohmen
Stoff: uuuuuralter Baumwollnicki aus dem Fundus


Montag, 5. September 2016

Coole Hose in Retrooptik und Leggins in kurz

Die Coole Hose und die Leggins aus Pauline Dohmens Buch "Nähen mit Jersey – Babyleicht!" haben wir Probenäherinnen hier gezeigt. Sie können mit etwas Mut und Geschick auch wunderbar als kurze Versionen genäht werden.


Grundsätzlich könnt ihr ja (fast) jede beliebige Hose auf Wunschlänge kürzen. In der Praxis weiss man aber oft nicht um wieviel man das Schnittmuster vom Bein abschneiden kann. Nehmt euch doch eine gut sitzende, kurze Hose eures Kindes und legt sie bündig im Schritt auf das Schnittmuster. Macht beim Saum/Beinende eine Markierung auf dem Schnittmuster und zieht nun durch diese Markierung eine Linie parallel zur eigentlichen Saumkante des Schnittmusters. Nun müsst ihr beim Zuschnitt nur noch daran denken eine Saumzugabe hinzuzufügen, falls ihr das Bein säumen möchtet oder den Schnitt nochmals entsprechend kürzen, falls ihr Bündchen annähen möchtet. Für eine Einfassung könnt ihr das Bein genauso lang zuschneiden, wie die neu gezeichnete Linie im Schnittmuster es vorgibt.

Für die gekürzte Version der Leggins hätte ich mich mal besser an meine eigene Anleitung gehalten...die finde ich nämlich eigentlich ein paar Zentimeter zu lang. Dafür wird sie auch im nächsten Jahr noch passen!




Bei dieser Coolen Hose habe ich erst den Schnitt entsprechend gekürzt und seitlich abgerundet und dann auf beiden Vorderteilen Faketaschen angebracht. Anschliessend habe ich die Aussenkanten der Vorderteile ganz eingefasst, die Hinterteile nur an der unteren Kante bis ca. 4 cm nach der Kurve gegen oben. Theoretisch könnte man auch erst die Innenbeinnähte schliessen und dann die Kante von vorne oben bis hinten nach der Kurve in einem Rutsch einfassen.









Zum Zusammennähen habe ich die Seitenkante des Hinterteils mit der rechten Seite an die linke Seite des Vorderteils geheftet. Dabei habe ich Stylefix verwendet. Die Kante des Hinterteils lag bündig auf der Innenkante der Einfassung des Vorderteils. Mit der Cover habe ich dann versucht im Nahtschatten der Einfassung die beiden Teile zusammenzusteppen und mit der normalen Nähmaschine habe ich unten einen Riegel genäht. Danach habe ich die Innenbeinnähte und die Schrittnaht geschlossen und zum Schluss das Bauchbündchen angenäht.




Ich finde sie supercool!